1. Adventsonntag

Geschrieben von Kathi Grünwald, BA am .

Wortgottesfeier IconIn jener Zeit, sprach Jesus zu seinen Jüngern: Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.
Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.
Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.
Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

Evangelium nach Markus, Kapitel 13, 33 - 37

 

Wachsamkeit - dazu fordert uns das Evangelium am ersten Adventsonntag auf. Wachsames Warten auf die Ankunft Gottes "am Ende der Zeiten" - doch welche Eigenschaften sollten damit verbunden sein?
Zum einen sicherlich einmal Vertrauen, das Vertrauen eines kleinen Kindes, das auf die Hilfe Erwachsener angewiesen ist - Gott ist wirklich da und begleitet mich durch mein Leben, unsichtbar, aber oft deutlich spürbar.
Unseren Glauben im Alltag immer wieder neu zu leben und dadurch auch Zeugnis abzulegen, verlangt Beharrlichkeit, die Geduld (erlauben Sie mir diesen Vergleich!) eines Ochsen oder Esels - Gott ist wirklich immer da; er verlässt uns niemals!
Zu guter Letzt ist auch Demut nötig - die Demut von Menschen, die etwas ganz und gar Unvorhergesehenes und Unvorhersehbares annehmen, die darüber staunen, dass der große, allmächtige, unbegreifliche Gott zu ihnen kommen, bei ihnen sein und in ihrem kleinen Leben eine Rolle spielen will.
Schauen wir einmal bewusst auf die Figuren in unseren Weihnachtskrippen - die Figuren scheinen uns viel sagen zu können...

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