3. Sonntag der Osterzeit - Predigt zum Nachlesen

>>>HIER<<< gibt's die heutige Sonntagspredigt von Kaplan Alexander Fischer zum Nachlesen.

Bzw. am Ende der Predigt ist auch ein Video der Sonntagsmesse eingebettet. Die Predigt beginnt darin ab 18:19.

Eichgrabener Auferstehungsbilder - 24. April 2020

05 Hochaltar klein

Das letzte Bild in der Reihe der "Eichgrabener Auferstehungsbilder" führt uns zurück zum Hochaltar, von wo aus wir unseren "Rundgang" am Montag mit der Statue des Auferstandenen begonnen haben.
Die Statue des Auferstandenen steht dort bis Christi Himmelfahrt. Das Altarbild können wir das ganze Jahr betrachten. Und auch dieses Altarbild ist eigentlich ein Auferstehungsbild - mit verschiedenen Anspielungen, die uns teilweise schon bei den anderen Auferstehungsbildern begegnet sind.

Eichgrabener Auferstehungsbilder - 23. April 2020

04 Tabernakel klein

Als heutiges "Auferstehungsbild" habe ich die Tabernakeltüre des Josefsaltars der Eichgrabener Pfarrkirche gewählt.
Durch ein Kreuz wird ein Kreis (die strahlende Sonne als Sinnbild der Auferstehung?) in vier Teile geteilt, die verschiedene Motive zeigen.
Rechts oben ist ein Lamm zu sehen. "Unser Paschalamm ist geopfert", so heißt es mehrfach in der Osterliturgie; so wird Jesus, der gestorben und auferstanden ist, verglichen mit dem alttestamentlichen Paschalamm.

Eichgrabener Auferstehungsbilder - 22. April 2020

03 Fresko klein

Heute möchte ich den Blick weiter nach oben in der Eichgrabener Pfarrkirche lenken, nämlich auf das Freskenfries von Karl Pehatschek, das die Kirche unterhalb der Decke mit Szenen aus dem Leben Jesu ziert.
Dieser Freskenzyklus kennt natürlich auch eine Darstellung der Auferstehung.

Eichgrabener Auferstehungsbilder - 21. April 2020

02 Rosenkranz klein

Das heutige "Auferstehungsbild" aus der Eichgrabener Pfarrkirche ist das erste Glasfenster im Zyklus der glorreichen Rosenkranzgeheimnisse und zeigt dementsprechend "Jesus, der von den Toten auferstanden ist".

Zentral ist dabei Jesus, der als Sieger aus dem Grab steigt. Er trägt die Wunden der Kreuzigung - sichtbar sind die Wunden des linken Fußes und der geöffneten Seite. Er trägt aber auch das typische Siegesbanner. Sehr ausdrucksstark ist seine Bewegung nach "oben" ins Bild gefasst. Mit aller Kraft drängt er sozusagen in diese Richtung.

Eichgrabener Auferstehungsbilder - 20. April 2020

01 Auferstandener klein

Die Osteroktav ist vorbei. Acht Tage lang wurde in der Kirche die Auferstehung Jesu als ein einziges großes Hochfest begangen. In die Liturgie zieht mit dem heutigen Tag sozusagen wieder der "Alltag" ein.
Aber die Osterfreude erschöpft sich nicht auf diese acht Festtage, sondern geht weiter. Bis Pfingsten begehen wir die Osterzeit und auch darüber hinaus soll die Auferstehung unser Leben als Christen prägen.
Ich werde in dieser Woche daher von Montag bis Freitag jeweils ein Bild aus unserer Eichgrabener Pfarrkirche betrachten, das uns dieses Geheimnis der Auferstehung näherbringen will.

2. Sonntag der Osterzeit

"Weißer Sonntag", "Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit" - diese Beinamen trägt der 2. Sonntag der Osterzeit (als erster Sonntag wird der Ostersonntag selbst gezählt).
Als die Osternacht (von Karsamstag auf Ostersonntag) noch stärker als Taufnacht gebräuchlich war, trugen die Täuflinge bzw. die in dieser Messfeier wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommenen Büßer eine Woche lang weiße Kleider; das erklärt den ersten genannten Namen.
Seit 2000 ist dieser Sonntag auch besonders der göttlichen Barmherzigkeit gewidmet - links sehen Sie das Altarbild unserer Großen Kirche, die dem Herzen Jesu geweiht ist.

Wie noch von den Sonntagen der Fastenzeit her gewohnt finden Sie im Folgenden wieder das Evangelium und ein paar kurze Gedanken dazu - so auch weiterhin jede Woche, bis in der Kirche wieder öffentlich zugängliche Hl. Messen gefeiert werden können.

Tagesimpuls - 3. April 2020

 

dolorosa klein

Der heutige Impuls ist eine Einstimmung auf die kommende Karwoche anhand des berühmten "Stabat mater".
Er stammt passenderweise von einem leidenschaftlichen Kirchenmusiker, unserem Pfarrpraktikanten Felix Deinhofer, der sein Praktikum kurz vor Beginn der Ausgangsbeschränkungen begonnen hat und mich gebeten hat, sein Praktikum wenigstens auf diese Weise nicht ganz pausieren zu lassen.
In der Karwoche übernehmen die Tagesimpulse dann Gernot und Edith Stammler, die täglich 2 bis 3 Kreuzwegstationen auf unserer facebook-Seite betrachten werden.

Ich wünsche mit diesen Gedanken und darüber hinaus eine gesegnete, wenn auch anders als sonst gefeierte Karwoche!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 2. April 2020

passio

"Jesus aber verbarg sich", so endet der heutige Evangeliumsabschnitt. So enden die Streitgespräche Jesu mit den Juden im 8. Kapitel des Johannesevangeliums, die in den vergangenen Tagen auszugsweise als Evangelium vorgesehen waren.
Bis zur Liturgiereform wurde das heutige Evangelium mit seinem Schlusssatz am 5. Fastensonntag gelesen, an dem Tag, an dem die Kreuze verhüllt werden: "Jesus aber verbarg sich"

Der Inhalt dieser Streitgespräche dreht sich um die Frage: Woher stammt dieser Jesus? Wer ist er?
Jesus erklärt in immer neuen Anläufen seine göttliche Herkunft; und seine Streitgegner lehnen ihn ab, bis sie ihn letztlich sogar steinigen wollen.
Die Ablehnung Jesu führt dazu, dass er sich "verbirgt". Nicht er ist es, der von sich aus weggeht, sondern die Gegner nehmen die Nähe Gottes, die er in Person ist, nicht an.

Was heißt das für uns, wenn wir den Eindruck haben, dass Jesus verborgen bleibt? Wenn wir vielleicht vergeblich auf ein Eingreifen Gottes in die verworrene Situation unserer Tage warten?
Heißt es, dass sich Gott von uns abwendet? Ist es seine Strafe, weil wir uns von ihm abgewandt haben?

Am Palmsonntag werden wir in der Leidensgeschichte Jesus selbst beten hören: "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
Nein, eine gefühlte Gottverlassenheit heißt nicht automatisch, dass Gott uns fern ist. Das ist ja - zumindest bei Jesus, dem ewigen Sohn Gottes, der eines Wesens mit dem Vater ist - ausgeschlossen.
Umgekehrt heißt das: Auch wenn wir uns von Gott verlassen fühlen, ist er uns nahe, solange wir uns dieser Nähe nicht verschließen. Er schwingt nicht den Zauberstab und befreit uns aus Schwierigkeiten - das sehen wir in der ganzen Passionsgeschichte vom Ölberg bis zum Kreuz. Aber er verlässt uns nicht, egal wie schwer das Kreuz wird!
Diese Zuversicht wünscht

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 1. April 2020

 

kirchturm

Wieder ist es die alttestamentliche Lesung, bei der ich bei der heutigen Messfeier hängengeblieben bin. Und wieder meine ich, dass uns dieser Text Trost spenden kann, wenn wir im Moment keine Besuche von lieben Menschen empfangen können.
Es ist die Geschichte von den drei Jünglingen im Feuerofen. Worauf es mir heute ankommt, ist die Notiz, dass zwar drei Männer in den Ofen geworfen werden, der König aber vier Männer erkennen kann. Gott hat sie nicht allein gelassen, sondern hat ihnen seinen Engel als Schützer geschickt.
Ja, wir können keine Besuche empfangen. Aber eine wichtige Ausnahme dabei gibt es: Gott kann uns immer besuchen!

Und noch ein zweiter Gedanke. Was machen die drei Jünglinge mitten im Feuerofen, mitten in größter Gefahr?
Sie loben und preisen Gott. Die ganze Schöpfung fordern sie auf, mit ihnen Gott zu loben: "Preist den Herrn, all ihr Werke des Herrn, lobt und rühmt ihn in Ewigkeit!" - Ein kleiner Teil ihrer Lobpreisgebete steht als Antwortpsalm im heutigen Messformular.
Vielleicht eine kleine Anregung: Nehmen Sie die Bibel zur Hand und lesen Sie dieses Loblied aus dem 3. Kapitel im Buch Daniel. Öffnen Sie dabei das Fenster und rufen Sie wirklich der ganzen Welt zu: Preist den Herrn, der uns immer nahe ist - gerade auch in schweren Zeiten!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 31. März 2020

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Die Lesung der heutigen Messfeier berichtet uns von der "ehernen Schlange". Eine vielleicht etwas seltsam, geradezu magisch anmutende Erzählung: Wer von einer Giftschlange gebissen wird, braucht nur zur Kupferschlange aufzublicken und ist geheilt. Wenn es doch nur so einfach wäre!

Ein Schlüsselwort für mich ist in der Geschichte das "Aufblicken". Ja, wir Menschen brauchen etwas, brauchen jemanden, zu dem wir aufblicken können - gerade in schwierigen Situationen.
Jesus vergleicht sich selbst einmal mit dieser ehernen Schlange: "Wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss auch der Menschensohn erhöht werden" (Joh 3,14).
Er ist es, zu dem wir aufblicken dürfen!

Im Johannesevangelium sagt er immer wieder "Ich bin", auch im heutigen Tagesevangelium. "Ich bin" - das ist der alte Gottesname Jahwe des Gottes Israels. In Jesus tritt uns Gott mit menschlichem Antlitz entgegen. Darum dürfen wir zu ihm aufblicken, gerade auch dann, wenn es schwer ist, weil er weiß, wie es sich anfühlt, verzweifelt, verlassen, voll Leid zu sein.
Vielleicht haben Sie die bewegenden Bilder vom vergangenen Freitag im Kopf, wie Papst Franziskus auf dem leeren, verregneten Petersplatz vertrauensvoll zum Kreuz aufblickt.
Tun wir es ihm gleich! Blicken wir auf zu Jesus, gerade auch zum gekreuzigten Jesus, der alle menschliche Not kennt!
Wenn wir dadurch auch nicht "automatisch" gesund werden wie in der Erzählung aus dem Buch Numeri, wenn auch nicht gleich alles gut wird, so dürfen wir doch unendlichen Trost erfahren durch dieses Aufblicken zu ihm. Davon bin ich fest überzeugt.

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 30. März 2020

 

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"Nimm auch die Frucht unserer Entsagung an und lass uns in der Freude eines geläuterten Herzens an deinen Altar treten", diese Bitte findet sich im Gabengebet der heutigen Messfeier.

In der aktuellen Situation gewinnt dieses Gebet für mich eine besondere Tiefe.
Wir wissen nicht, wie lange die "Entsagung" andauern wird, die wir momentan, wenn auch vielleicht nicht ganz freiwillig, auf uns nehmen.
Und wir wissen nicht, wann es soweit sein wird, dass wir wieder gemeinsam "an den Altar treten" können.
Doch die Bitte ist jedenfalls, dass die Entsagung zu einem "geläuterten Herzen" führen und das Hintreten zum Altar, die Teilnahme an der hl. Messe, nach dieser Entsagung "in Freude" geschehen mögen.

Eine Bitte, die es meiner Meinung nach wert ist, in diesen Tagen immer wieder ausgesprochen zu werden.
Eine Bitte, die auch die Frage an uns richtet, wie wir mit Entsagungen umgehen.
Eine Bitte, die uns vor Augen führt, welch großes Geschenk es ist, die hl. Messe mitfeiern zu dürfen.

Möge uns diese Bitte an Gott gut durch die Fastenzeit und alle anderen Situationen tragen, die uns bevorstehen.

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 27. März 2020

 

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Im heutigen Evangelium ist davon die Rede, wer Jesus und den kennt, der ihn gesandt hat, oder wer ihn eben auch nicht kennt.
Ohne näher auf das Streitgespräch einzugehen, möchte ich daraus die Fragen ableiten: Kenne ich Jesus? Bin ich vertraut mit ihm? Was kann ich tun, um ihn besser kennenzulernen?
Das Lesen in der Bibel, oder auch in anderen geistlichen Büchern, das Suchen seiner Nähe im Gebet, das Gespräch mit anderen über den Glauben - das können große Hilfen dazu sein.
Wie gut kenne ich Jesus? Und nutze ich gerade auch diese Zeit, um an meiner Beziehung zu ihm zu arbeiten?

Das Tagesgebet der Messe dreht den Spieß um, wenn es zu Gott betet: Du kennst unsere Schwachheit und unsere Not.
Ja, Gott kennt uns. Er weiß auch um alles, was wir brauchen. Er kennt uns letztlich sogar besser als wir uns selbst.

Meine Empfehlung für heute:
Lassen Sie den Gedanken zu, dass Gott Sie wirklich in- und auswendig kennt. Spüren Sie dem nach, dass Sie von ihm umfangen und in ihm geborgen sind.
Und überlegen Sie: Wie kann ich ihn immer besser kennenlernen, der mir oft unerkannt so nahe ist?

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 26. März 2020

 

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Gestern bin ich auf facebook zufällig auf folgende Erzählung gestoßen, die angeblich aus dem 11. Jahrhundert stammt:
"In Ägypten ließ der muslimische Kalif Al-Hakim für neun Jahre alle Kirchen schließen. Eines Tages ging er in den Straßen der Christen spazieren. Aus jedem Haus hörte er die Christen beten und Gott loben. Da befahl er: Öffnet die Kirchen wieder und lasst die Christen beten, wie sie wollen. Ich wollte in jeder Straße eine Kirche schließen, doch nun musste ich feststellen, dass ich eine neue Kirche in jedem Haus eröffnet habe."
Ich konnte nicht nachprüfen, ob diese Erzählung auf historischen Tatsachen basiert. Doch das ist zweitrangig. In Italien würde man dazu wohl das geflügelte Wort sagen: "Se non è vero, è ben trovato" - "Wenn es nicht wahr ist, ist es gut erfunden."
Man kann Gebäude schließen oder den öffentlichen Gottesdienst unzugänglich machen. Aber man kann die Kirche als solche nicht schließen!
"Sucht den Herrn und seine Macht, sucht sein Antlitz allezeit", heißt es im Eröffnungsvers der Tagesmesse. Allezeit - nicht nur, wenn wir uns (was jetzt weitgehend nicht möglich ist) zum Gottesdienst versammeln - dürfen wir die Nähe Gottes suchen!
Wenn auch die öffentlichen Gottesdienste aus einem anderen Grund ausgesetzt sind als in der Erzählung, sind wir aufgefordert, die Pointe auch heute wahr werden zu lassen: Eröffnen wir eine neue Kirche in jedem Haus! Suchen wir die Nähe Gottes dort, wo wir sind!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 25. März 2020

 

Maria kleine Kirche

Der heutige Tagesimpuls stammt von Thomas Schmid, einem Seminarist unseres St. Pöltner Priesterseminars.

Mit seinen Gedanken wünsche ich allen ein schönes Fest der Verkündigung des Herrn!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 24. März 2020

 

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Die heutige Lesung aus dem Buch Ezechiel berichtet von einer eindrücklichen Vision:
Aus einem kleinen Wasserstrom wird ein großer, reißender Fluss. Und der Fluss wird nicht nur immer tiefer, sondern dieses Wasser hat auch außerordentliche "Kräfte": Überall wohin der Fluss kommt, gibt es Leben. Ja, sogar das Wasser des salzigen Meeres (gedacht ist an das Tote Meer) wird genießbar und es tummeln sich allerlei Fische darin.

Auch am Beginn unseres Lebens als Christen steht das Wasser: Bei unserer Taufe wurden wir damit übergossen oder darin eingetaucht. Wie sieht es bei uns aus? Ist dieser kleine Strom auch bei uns zum großen Fluss geworden? Sind wir für unsere Mitmenschen "genießbar"? Sind wir (mit-)reißend?
Es ist nicht zu spät, das Leben dahingehend zu hinterfragen und zu ändern. Die Quelle aus dem Tempel ist nicht versiegt. Das Wasser unserer Taufe hat auch heute noch das Potential, zum großen Fluss zu werden. Entdecken wir diese Kräfte in uns und legen wir sie frei!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 23. März 2020

 

Friedhofskreuz klein

Heute einmal eine direkte Frage: Haben Sie in der vergangenen Woche schon einmal in der hl. Schrift gelesen? - Eine wirkliche Empfehlung - nicht nur für diese Zeit!
Besonders das Buch der Psalmen möchte ich Ihnen dabei heute ans Herz legen. Die Psalmen sind uralte Gebete, die die verschiedensten Lebenssituationen von Menschen vor Gott tragen und in denen wir uns oft sehr gut wiederfinden können.
Zu den Texten der hl. Messe gehört täglich auch der "Antwortpsalm", der als gebetete Antwort auf die Lesung steht.
Heute besteht, nachdem in der Lesung von einem neuen Himmel und einer neuen Erde ohne Mühe und Krankheit die Rede war, dieser Antwortpsalm aus Versen des 30. Psalmes.
Psalm 30 ist ein Dankgebet eines einzelnen, der aus Krankheit und Todesnot gerettet wurde. - Ja, es gibt solche Lichtblicke, die bereits eine Vorahnung auf jene neue Welt sind, von der die Lesung spricht!
Aber was hilft das mir persönlich? Was hilft mir, dass ein einzelner geheilt ist? Wenn Jesus im Evangelium einen einzigen Jungen heilt, aber so viele andere leiden und sterben müssen?
Der Psalm macht die Heilung des einzelnen zu einem Fest für die ganze Gemeinde, wenn er gemeinsam gesungen wird. "Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude", so sagen wir oft. Je mehr wir untereinander verbunden sind - auch über physische Distanz hinweg - desto mehr werden wir auch selber über die Freude des anderen froh werden.
Meine Empfehlung für heute: Lesen und beten Sie diesen 30. Psalm und fragen Sie sich, wo es bei Ihnen selbst oder auch bei anderen nahestehenden Menschen Situationen gegeben hat und gibt, die Sie zu Gott rufen lassen: "Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt!"

Euer Kaplan
Alexander Fischer

4. Fastensonntag - Licht aus dem Dunkel

IMG 4469Im Evangelium dieses Sonntags lesen wir, wie Jesus dem Blindgeborenen in dessen Heilung nicht nur die leiblichen Augen, sondern die Augen zum Glauben öffnet. Jesus ist das Licht zur Rettung und zur Wahrheit. Vertrauen wir ihm gerade in unseren momentanen Herausforderungen!

Tagesimpuls - 21. März 2020

 

baum klein

Jeden Tag, wenn ich in die Kirche zur Feier der hl. Messe gehe, bin ich nun an diesem Baum vorbeigegangen. Und jeden Tag ist er mehr aufgeblüht. Am Montag war noch nichts zu erahnen und heute steht er trotz schlechterem Wetter fast in voller Blüte vor mir.

Der Frühling lässt sich nicht aufhalten. Ein Hoffnungszeichen auch für uns! Schwere Zeiten dauern nicht ewig an.
"Er hat Wunden gerissen, er wird uns auch heilen; er hat verwundet, er wird auch verbinden", lesen wir in der Tageslesung aus dem Buch Hosea. "In geistlicher Freude begehen wir diese Tage der Buße", beten wir im Tagesgebet.
Mit Hoffnung, Freude und Gottvertrauen können wir alles überstehen!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 20. März 2020

 

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Gottes- und Nächstenliebe werden uns von Jesus heute im Evangelium als die Eckpfeiler eines christlichen Lebens in Erinnerung gerufen.
Beides ist zurzeit auf die Probe gestellt:
Nächstenliebe wird in den meisten Fällen im Moment anders aussehen müssen als dem anderen buchstäblich unter die Arme zu greifen.
Gottesliebe muss sich anders ausdrücken als im Besuch von Gottesdiensten.
Insofern kann der Hinweis Jesu in den heutigen Messtexten ein Anlass sein, sich darüber Gedanken zu machen: Wie kann ich Gottes- und Nächstenliebe in den kommenden Tagen und Wochen leben?
Dazu noch ein Zitat von unserem Bischof Alois Schwarz aus seinem Brief an die Priester: "Wir sind aufgerufen, auf einander zu schauen, und die Distanz zwischen uns mit Gebet und liebevoller geistiger Zuwendung zu füllen."

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 19. März 2020

 

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"Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt", heißt es im Römerbrief über Abraham. Das gilt auch uns in diesen Tagen: Nicht die Hoffnung aufgeben! Den Glauben bewahren!

Die Kirche feiert heute das Fest des hl. Josef.

Josef ist eine Figur, die vielfach im Hintergrund steht. In der Bibel wird er mit Ausnahme der Kindheitserzählungen Jesu nicht erwähnt. Kein einziges Wort ist von ihm überliefert. Und auch als seine Verlobte schwanger wird und er davon ausgeht, dass sie ihn betrogen hat, macht er keinen großen Wirbel, sondern will sich "in aller Stille" von ihr trennen. Freilich erfährt er im Traum, dass es anders gewesen ist ...

Ein verborgenes und bescheidenes Leben ist es, das der hl. Josef geführt hat - aber innig verbunden mit Jesus und Maria. Auch ein schönes Bild für uns: Auch ohne große Worte und ohne große Taten hat Gott Verwendung für uns und will mit uns verbunden sein. Was ist meine Aufgabe, die er mir zugeteilt hat - gerade in diesen Tagen?

Euer Kaplan

Alexander Fischer

Tagesimpuls - 18. März 2020

 

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"Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen?", diese trötlichen Worte - gerade in einer Zeit, in der wir auf physische Nähe weitgehend verzichten müssen - liefert uns die heutige Tageslesung aus dem Buch Deuteronomium: Gott ist ein Gott, der uns unendlich nahe ist!
Etwas merkwürdig mutet es uns vielleicht an, dass sich diese Feststellung im Kontext der Proklamation des Gesetzes findet. Gottes Nähe durch Vorschriften und Gesetze? - Doch genau das drückt sich für das Alte Testament im Gesetz aus: Es ist von Gott stammende Weisung. Gott sorgt sich um das Volk; so sehr, dass er ihm selbst seine Gesetze übergibt.

Jesus sagt uns im Evangelium, er sei nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben, sondern zu erfüllen. Er führt das zur Fülle, wofür das Gesetz steht: Die Nähe Gottes zu uns.
Heute in einer Woche feiern wir - 9 Monate vor Weihnachten - das Fest der Verkündigung des Herrn. "Das Wort ist Fleisch geworden." Eine größere Nähe Gottes gibt es nicht als die, die uns in Jesus geschenkt ist. Er spricht zu uns nicht nur durch Gesetze und Vorschriften, sondern wird selbst Teil dieser Welt.

Ich wünsche uns allen, dass wir gerade auch in diesen Tagen die unüberbietbare Nähe Gottes spüren und erfahren dürfen und daraus Kraft für unseren Alltag schöpfen!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Tagesimpuls - 17. März 2020

 

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Um den heutigen Tagesimpuls habe ich einen Freund, Patrick Holzinger, Seminarist des Wiener Priesterseminars, gebeten, der zum heutigen Tagesheiligen eine besondere Beziehung hat.
Möge der hl. Patrick, der die Schlangen aus Irland vertrieben hat, auch uns in der aktuellen Bedrohung ein mächtiger Fürsprecher sein!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

Hier der Impuls:

Tagesimpuls - 16. März 2020

 

20200316 073713 kleinEs hat mich sehr bewegt, als ich heute Morgen die hl. Messe ohne Gemeinde gefeiert und als Eröffnungsvers folgenden Psalmvers gelesen habe:
"Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht nach den Vorhöfen des Herrn" (Ps 84,3)
Es ist die Sehnsucht des Psalmendichters nach dem Tempel in Jerusalem, dem Ort der Gegenwart Gottes, die sich ausdrückt.
Nutzen wir diese Zeit, in der wir nicht zur hl. Messe kommen können, um diese "Sehnsucht nach Jerusalem", die Sehnsucht nach der Feier der Eucharistie in uns zu spüren?

Und dann in der Lesung die Geschichte vom Syrer Naaman, der schwer erkrankt ist und vom Gott Israels Rettung erhofft. Er ist dieser Sehnsucht nachgegangen und hat sich auf die Reise gemacht. Doch als ihm vom Propheten die Heilung angeboten wurde, war sie ihm nicht spektakulär genug. Erst durch gutes Zureden lässt er sich darauf ein.

Nutzen wir also diese Zeit um unserer Sehnsucht nach Gott, unserer Sehnsucht nach der Eucharistie nachzuspüren!
Und trauen wir Gott zu, auch in den kleinen Dingen unseres eingeschränkten Alltags diese Sehnsucht zu stillen!

Euer Kaplan
Alexander Fischer

"Amtliche Richtigstellung" zur Person des Nikolos ;-)

Wenn Ihnen am Nikolotag ein heiterer Geselle mit Kapuzenmütze, großem Sack, Nickelbrille, gnomenhaften Gesellen und Rentierschlitten begegnet - und vielleicht auch noch ein "lustiges" Ho-Ho-Ho entgegenträllert - dann seien Sie gewarnt - es handelt sich um eine konsum-blank-geputze Fälschung des Originals. Der Unterschied ist optisch leicht erkennbar:

NikoloOrigenalFaelschung

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