Ein besonderer "Marienmonat"...

Geschrieben von Kathi Grünwald am .

marienstock annenhofstrasse klein... neigt sich heute dem Ende zu: der "Frauendreißiger". Er beginnt mit dem 15. August und endet am 15. September. Diese Zeit umfasst einige mehr oder weniger bekannte Marienfeste und -gedenktage - lesen Sie dazu im folgenden Beitrag mehr!

 

Mariä Aufname in den Himmel (15. August)

Mit diesem Hochfest wird vielfach die Segnung von Kräutersträußchen in Verbindung gebracht - wer nach dem Zusammenhang zwischen der Gottesmutter Maria und den darin verarbeiteten Kräutern und Blumen fragt, kommt nicht um einen Ausflug in das Reich der Legende herum: Eine davon überliefert der griechische Kirchenlehrer Johannes von Damaskus. In ihr wird festgehalten, dass Thomas, ein Jünger Jesu, auf Reisen war und Marias Begräbnis versäumte. Nach seiner Rückkehr wollte er sie noch einmal sehen - doch als die Jünger das Grab öffneten, waren im Sarg anstatt ihres Leichnams Blumen und Kräuter zu finden. Maria aber war von ihrem Sohn Jesus Christus mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden.

Maria Königin (22. August)

Maria wurde schon lange als Königin des Friedens verehrt, als Papst Pius XII. 1954 das entsprechende Fest einführte - zunächst für den 31. Mai; seit der Liturgiereform durch das Zweite Vatikanische Konzil wird es am 22. August begangen.

Mariä Geburt (8. September)

Im Laufe des Kirchenjahres wird nur dreimal ein Geburtstag gefeiert: Zu Weihnachten, am 24. Juni (Geburt Johannes´ des Täufers) und am 8. September die Geburt Marias - exakt neun Monate nach dem Fest der Empfängnis Mariens durch ihre Mutter Anna am 8. Dezember. Bäuerliche Tradition war es, die Wintersaat an diesem Tag auszubringen.

Mariä Namen (12. September)

Papst Innozenz XI. (1676–1689) setzte das Fest für die ganze Kirche verbindlich fest, nachdem am 12. September 1683 die vereinigten christlichen Heere die Zweite Wiener Türkenbelagerung vor Wien beendet hatten. Dem Heer wurde das Banner mit der Schutzmantelmadonna vorangetragen. Papst Pius X. verlegte das zunächst für den Sonntag nach Mariä Geburt vorgeschriebene Fest auf den 12. September, den eigentlichen Siegestag. Noch im 19. Jh. war es üblich, Mädchen, die an diesem Tag getauft wurden, den Namen Maria zu geben.

Gedächtnis der Schmerzen Mariens (15. September)

Dabei sind folgende sieben schmerzhaften Erfahrungen im Leben von Maria gewürdigt:

  • Die Weissagung Simeons im Tempel, Jesus werde viel widersprochen, aber auch seiner Mutter werde "ein Schwert durch die Seele dringen"
  • Die Flucht vor dem Kindermörder Herodes nach Ägypten
  • Der Verlust des zwölfjährigen Jesus im Tempel zu Jerusalem und die drei Tage dauernde Suche nach ihm
  • Die Begegnung mit ihrem Sohn auf dem Kreuzweg
  • Das Ausharren unter dem Kreuz Jesu 
  • Die Kreuzabnahme Jesu
  • Die Grablegung Jesu

Schon 1423 wird ein Fest der Sieben Schmerzen Mariens empfohlen, das 1688 von Papst Innozenz XI. eingeführt und 1727 durch Benedikt XIII. für die ganze Kirche vorgeschrieben wurde. Bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanums hat die Kirche zweimal im Kirchenjahr der Schmerzen Mariens gedacht: am Freitag vor dem Palmsonntag und am 15. September. Der zweite Festtag ist geblieben.

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